Warum ein Bundesjugendparlament?

By |2017-12-22T23:03:13+00:00Dezember 22nd, 2017|Grundlagen|

Im Folgenden wollen wir dir ausführlicher erklären, wieso wir die Zeit reif finden für ein digitales Bundesjugendparlament und was wir darunter verstehen und wie Du Dich ganz individuell an dem Projekt beteiligen kannst.

Unser alltägliches Leben hat sich in Folge der Digitalisierung grundlegend verändert. Fast jede/r Schüler/in hat ein Smartphone, um rund um die Uhr online sein zu können. Damit geht ein stetiger Informationsfluss einher. News landen via Push-Notification im Sekundentakt auf dem Smartphone,- auch wenn es nur die Erinnerung an die Geburtstagsparty eines Freundes oder eine Nachricht aus dem Gruppenchat der Klasse ist. Diese Aktualisierungskultur hat die Kommunikation zwischen Jugendlichen maßgeblich verändert.


Politische Realität im Gegensatz zur digitalen Welt

Demgegenüber hat sich unsere politische Welt kaum verändert. Alle vier Jahre zwei Kreuze bei der Bundestagswahl, dazwischen mal eine Kommunal- oder Europawahl. Es entsteht hier der Eindruck, gesellschaftliche und politische Beteiligung lieber erschweren, als ermöglichen zu wollen; selbst wenn gerade das von der Politik gar nicht beabsichtigt sein mag. Dazu kommen weitere Faktoren, allen voran der demographische Wandel, also die alternde Gesellschaft. Der Politik droht so stärker denn je das Image auf Kosten der zukünftigen Generationen Entscheidungen zu treffen.


Bestehende Projekte nicht ausreichend

Nun ist es natürlich nicht so, dass keine Gegenmaßnahmen existieren. Es gibt durchaus einige Organisationen und Events, die Jugendlichen die Möglichkeit zur Meinungsäußerung und politischen Entwicklung bieten. Jedoch sind diese meistens stark regional abhängig und erreichen nur eine ganz bestimmte Zielgruppe. Diese ist zumeist bereits politisch geprägt, sei es durch die Eltern oder durch ein politisches persönliches Umfeld. Besonders die Arbeit von Jugendorganisationen der Parteien zwingt die Mitglieder schnell in ein Korsett aus vordefinierten, limitierenden Ansichten. Dazu kommt die hierarchische Struktur und das schon früh beginnende Konkurrenzdenken innerhalb der Parteien und ihren Jugendorganisationen, die einer offenen und freien Auseinandersetzung mit politischen und gesellschaftlichen Fragen nicht förderlich sind. Die Jugendlichen, die aus politikfreien Haushalten stammen, sollten dennoch die Chance bekommen, sich zu interessieren und ein positives Gefühl für gesellschaftliche Mitbestimmung und Politik zu entwickeln. Für alle Jugendlichen sollte der Einstieg so einfach wie möglich gestaltet werden – ohne Parteibuch.


Das Internet als Chance

Daher haben wir es uns zum Grundstein gemacht, dort anzusetzen, wo sich Jugendliche sowieso aufhalten: im Internet. Wir wollen eine digitale und daher bundesweite Plattform entwickeln, die Jugendliche über ihr Smartphone wie eine App aus dem Alltag bedienen können. Diese Plattform soll ein digitales Bundesjugendparlament darstellen und die Idee von digitaler Mitbestimmung neu definieren.
In unserem Konzept eines Bundesjugendparlaments gibt es keine Delegierten. Jeder Jugendliche, der sich anmeldet soll Themen aufwerfen und über solche abstimmen können. Die Themen, für die digital mehrheitlich abgestimmt wurden, sollen dann auf die Agenda des Bundestags kommen und von diesem zumindest besprochen werden müssen.


Die Zukunft von Bujupa

Wir sind uns bewusst, dass neben der Entwicklung einer solchen Plattform, die rechtliche Umsetzung eines digitalen Bundesjugendparlaments und die Kopplung an den Bundestag nicht einfach wird und weitere Vorarbeit, Entwicklung und Überzeugungsarbeit in der Bevölkerung benötigt. Genau deshalb haben wir diesen Verein, Bujupa (noch nicht endgültig e.V.; wir warten auf die Eintragung in das Vereinsregister) gegründet, der diese Idee verbreiten, entwickeln und letztendlich bis zur Umsetzung bringen soll.
Du hast Interesse an diesem Projekt? Egal welchen Alters, jeder kann bei uns mitwirken und diese Idee voranbringen, egal in welcher Form. Wir haben verschiedene Arbeitsgruppen, die sich um die Webseite, die Projektentwicklung, die Mitgliederbetreuung und die Verbreitung der Idee in der Bevölkerung kümmern. Wir würden uns freuen, von dir zu hören!